Outdoor

Outdoor-Aktivitäten sind im Trend - und ein teurer Spass, wenn man sich dem letzten Schrei der Mode und Technologie verschrieben hat. Ein Ziel dieses Blogs könnte demnach sein, Wege aufzuzeigen, die es trotz schmalem Budget erlauben, »outdoor-aktiv« zu sein (eine wertvolle Inspiration dazu brachte mir Gizmodo mit dem Artikel "A Basic Guide To Cheap Outdoors Gear For Broke Adventurers" von Wes Siler).

Eine weitere Möglichkeit ist, verschiedene Outdoor-Aktivitäten und Abenteuer einschließlich das dazu benötigte Material (und eventuell DIY-Ideen zur Materialbeschaffung) vorzustellen. Auch liessen sich Erlebnisse, Erfahrungen und Einsichten so verarbeiten, dass sie der Leserin oder dem Leser bei der Planung eigener Abenteuer behilflich sein könnten.

Was aber hat es mit dem Thema »Outdoor« auf sich, was verbindet mich damit? Ist es nicht einfach ein Stück weit normal, Zeit mit Outdoor-Aktivitäten zuzubringen? Tun das nicht alle von Zeit zu Zeit? Bin ich überhaupt ein typischer »Outdoor-Mensch« und qualifiziert über Outdoor-Themen zu bloggen?

In unserer Wohlstands-Gesellschaft vergessen wir schnell, dass die 10%-15% der Bevölkerung, die in der Schweiz an oder unter der Armutsgrenze leben, sich die für diverse Outdoor-Aktivitäten benötigten speziellen Textilien und Ausrüstungsgegenstände schlicht nicht leisten und deshalb an vielen Outdoor-Aktivitäten nicht teilhaben können.
Gerade die Freiheit der Natur ist aber etwas vom Elementarsten, Natürlichsten und vom Gesündsten für Menschen. Aktivität in der freien Natur würde allem voran Menschen, die wegen eines sehr engen Budgets in ihrer Handlungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind und deshalb die meiste Zeit zuhause verbringen, unendlich gut tun, Farbe ins Leben bringen, Abwechslung, Aktivität, Bewegung, frische Luft und damit Gesundheit und eine Teilhabe am wirklichen Leben, an der Natur, die einfach nur eine Freude ist!

Fazit: Manche Menschen können es sich finanziell nur schlecht leisten, von Zeit zu Zeit etwas Zeit mit Outdoor-Aktivitäten zuzubringen. Natürlich gibt es viele Menschen, die sich regelmässige Outdoor-Aktivitäten problemlos leisten könnten, sich aber lieber die Zeit vor der Glotze oder am PC vertreiben. Es ist für manche Leute normal (oder Beruf), Zeit mit Outdoor-Aktivitäten zuzubringen. Aber beiweitem nicht alle tun dies auch nur von Zeit zu Zeit.

Mit dem Thema »Outdoor« verbindet mich eigentlich vieles. Ich bin sehr gern draußen unterwegs, wenn ich ehrlich bin:
  • Ab 7 Jahren bedeutete jeweils der Samstagnachmittag bei den »Wölfen«, wie die Jugendorganisation der Pfadfinder bei uns heißt, viel Outdoor-Spass. Gelegentlich peppte auch ein Wochendlager den Kinderalltag auf. Mit 11 Jahren trat ich zu den Pfadfindern über. Outdoor? Yeah! Als »Wölfli« und als Jungpfader erlebte ich manches Outdoor-Abenteuer. Selbst Gipfel stürmten wir (in einem Sommerlager absolvierte ich den zweitägigen J+S-Kurs zum Alpinisten). Diese Zeit war außergewöhnlich erlebnisreich. 
  • Ein zweiwöchiger Island-Trip, davon eine Woche unterwegs in der freien Natur, war als Teenager das höchste der Gefühle. 
  • Blatter-Wiese und Affenfelsen an den Ufern des Zürichsees, als Teenager mit der Kiffer-Clique...  
  • Eigentlich hatte ich mich die ganze Teenager-Zeit auf die Rekrutenschule gefreut, da ich mir, ganz unpolitisch, davon ein »Pfadilager für Erwachsene« versprach. Natürlich gab es auch in der Spital-Rekrutenschule (Spit RS), die ich schliesslich absolvierte, etliche Outdoor-Aktivitäten, vor allem Märsche und Sport im Freien. Aber »Winterwunderland«, Gebirgstouren, Bivakieren, Zelten, Ski-Touren, Klettern, Abseilen gab es weder in der Spit RS noch in den Wiederholungskursen. Einen Sommer-Gebirgskurs absolvierte ich später freiwillig. Einige Diensttage verbrachte ich mit Vorbereitungen für den Humanitas-Wettkampf und an diesem selbst. Das war das Outdoor-Programm der Militärdienstzeit.
  • Als Belohnung dafür, dass ich die Rekrutenschule absolviert hatte, schenkte ich mir mein erstes Zelt. Yeah.
  • Privat ging ich bis zu einem gewissen Zeitpunkt auf Skitouren mit dem Schweizerischen Alpen-Club (SAC), einmal sogar auf eine Solo-Tour, kletterte regelmässig (mit leider nur zwei Outdoor-Ausnahmen allerdings in Kletterhallen und Boulder-Kellern) und tauchte im Zürichsee, Mittelmeer und Roten Meer (mit "Rescue Diver"-Tauchbrevet von PADI). Mit dem MTB unternahm ich auch einmal eine kleine Bergtour (abgesehen davon bikte ich vor allem in der Stadt). 
  • Last not least wandere (oder hike) ich gern, seit ich während der Rekrutenschule Gefallen an den extensiven Märschen im Grünen (und im Weissen) gefunden hatte, und zwar zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung (vor der Rekrutenschule war ich einfach in der Stadt viel zu Fuss gegangen statt das Tram zu nehmen). Das ist zugleich die einfachste und elementarste Outdoor-Aktivität, die sich anbietet, auch bei kleinstem Budget.
Es würde sich doch anbieten, die Aufmerksamkeit dieses Blogs bei Gelegenheit Outdoor-Aktivitäten zu widmen...?