Samstag, 7. November 2015

Demo: «Stacheldraht zu Altmetall»

Am Samstag, 7. November 2015, versammelten sich um 16:30 Uhr etwa 150 Personen an der Piazza Cella an der Langstrasse in Zürich, um gegen Stacheldraht, Mauern, Ausgrenzung, Rassismus, Hetze und für die Aufnahme von Flüchtlingen und Solidarität mit ihnen zu demonstrieren. Dazu aufgerufen hatte das «Revolutionäre Bündnis Zürich».

Der Umzug führte via Langstrasse, Helvetiaplatz, Stauffacher, Kasernenstrasse, Militärstrasse und Kanonengasse zurück zur Piazza Cella und war um zirka 17.30 Uhr beendet. Die Demonstration verlief friedlich und ohne Zwischenfälle.

20151107 - Demo «Stacheldraht zu Altmetall»

Der Demonstrationszug gelangte von der Piazza Cella zunächst durch die Langstrasse zum Helvetiaplatz, wo schon ein Wasserwerfer der Stadtpolizei Zürich Präsenz markierte. An diesem vorbei ging es weiter zum Stauffacher. Dort legte die Demo vor der Kirche St. Jakob einen ersten Halt ein, um eine Rede zu hören: die Rednerin rief zu internationaler Solidarität auf und kritisierte unter anderem unhaltbare sanitarische Zustände in Flüchtlingsunterkünften in Dübendorf ZH.

Darauf bewegte sich der Umzug, antifaschistische Parolen skandierend, zur Sihlbrücke, auf der die Stadtpolizei Zürich den Zugang zur Innenstadt gesperrt hatte. Die Kundgebung pausierte vor der Brücke. Zu hören war ein weiterer Redner.
Danach ging es weiter zur Kreuzung Kasernen- und Militärstrasse. Dort folgte eine weitere Rede, wobei die Rednerin die Kundgebungsteilnehmer zudem vielsagend bat, die Demonstration nicht zu ruinieren: Es war zwar keine Unruhe unter den Anwesenden zu spüren, jedoch verläuft die massivste Gentrifizierung verkörpernde, neue Europaallee mit ihren unbezahlbaren Luxusappartements an der Lagerstrasse parallel zur Militärstrasse. Für die Demonstration konnte dadurch theoretisch die Gefahr eines unverhofften Themenwechsels bestehen. Die Stadtpolizei hatte die Passagen zur Lagerstrasse aber ohnehin auf der ganzen Länge der Militärstrasse abgeriegelt.

Der nächste Halt und die nächste Rede folgte an der Kreuzung Militärstrasse und Kanonengasse. Auch hier blockierten Polizeifahrzeuge und mit Gummischrot-Flinten ausgerüstete Beamte den Zugang zur Lagerstrasse und die Militärstrasse in Richtung Langstrasse. Anschliessend bewegte sich der Demonstrationszug durch Kanonengasse und Dienerstrasse zurück zum Ausgangspunkt, die Piazza Cella, und löste sich auf.



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