Sonntag, 19. April 2015

Demonstration gegen TiSA am Paradeplatz Zürich

Demonstration gegen TiSA, Paradeplatz Zürich

Am Samstag, 18. April 2015, fand am Paradeplatz in Zürich ab 14 Uhr eine Kundgebung statt gegen das Trade in Services Agreement (TiSA), ein unter Geheimhaltung entstehendes, umstrittenes Freihandelsabkommen der USA.

Die Versammlung auf der Traminsel Paradeplatz zählte zu Beginn rund 50 Personen. Die Polizei war mit gut 10 um den Platz herum parkierten Einsatzfahrzeugen und zahlreichen uniformierten und zivilen Beamten präsent. Zu Beginn der Kundgebung nahm sie vereinzelt Personenkontrollen vor. Eine Person wurde verhaftet und weggebracht. Die Aktivisten skandierten darauf Parolen unter anderem auch gegen Überwachung und Polizei. Nach einiger Zeit zogen sich die Polizeibeamten von der Traminsel in die Peripherie des Paradeplatzes zurück.
Die Menschenmenge auf der Insel schwoll mit der Zeit etwa auf das Doppelte an, Interessierte mischten sich unter die Aktivisten, Flugblätter wurden verteilt, es wurde diskutiert, Transparente wurden gezeigt. Nach 15 Uhr intervenierte die Polizei einmal kurz. Sie positionierte rund 20 Ordnungsdienstbeamte auf Tramgeleisen und versperrte den Weg in die nördliche Bahnhofstrasse. Doch die Kundgebung blieb friedlich. Blockiert war während dieses kurzen Polizeiaufmarschs der Tramverkehr in und aus Richtung Hauptbahnhof. 

Zur Kundgebung aufgerufen hatten linke Parteien, so die Partei der Arbeit (PdA) und die Alternative Liste (AL), die auch den stadtzürcher Polizeivorsteher stellt und im Zürcher Kantonsparlament Fraktionsstärke erreicht. Die Sozialdemokratische Partei (SP) und ihre Jugendorganisation (Juso) hingegen schienen den Anlass verschlafen zu haben, hatten sie ihn doch auf keiner ihrer Websites angekündigt. An ihrer Stelle hatten aber diverse ausserparlamentarische Linksorganisationen die Kunde von der Demo verbreitet, etwa der Revolutionäre Aufbau Schweiz und das Revolutionäre Bündnis der Region Zürich, das auch ein dediziertes Anti-TiSA-Blog betreibt.



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